Osterei Eier sind uralte Fruchtbarkeitssymbole. Verständlich, wenn man bedenkt, dass in Zeiten, in denen Hühnerfarmen noch unbekannt waren, der beginnende Frühling gleichzusetzen war mit dem kulinarischen Hochgenuss von frischen Eiern. Während der Wintermonate hatte man hauptsächlich in Kalk eingelegte und so haltbar gemachte Eier gegessen. Das war gut genug zum Backen von Kuchen, aber nicht das Richtige für ein köstliches Frühstücksei! Aber die Hühner, die in den Wiesen nach Würmern pickten, stellten im Winter meist ihre Legetätigkeit ein. Erst die Frühlingssonnenstrahlen und das frische Futter ließen sie wieder legefreudig werden. Schon zu Zeiten der Kelten gab es bunt gefärbte Eier, die als Fruchtbarkeitssymbole verschenkt, geopfert und gegessen wurden. Für das christliche Osterfest wurde dieser Brauch übernommen. (TOP) Bedeutung der Eierfarben - Gelb symbolisiert den Wunsch nach Erleuchtung und Weisheit
- Grün bedeutet Unschuld und Jugend
- Rot (die Farbe des Blutes) symbolisiert den Opfertod Christi
- Orange steht für Ausdauer, Kraft, Ehrgeiz und Wärme
Osterhase Der Osterhase gilt ebenfalls als Symbol für die Fruchtbarkeit (Hasen vermehren sich bekanntlich recht stark). Seit der 2. Hälfte des 19. Jh. gilt er als das Ostertier. Wie der Hase allerdings zu den Eiern kam, lässt sich nicht belegen. Osterfeuer Schon im Altertum war das Feuer den Menschen heilig. Priesterinnen passten auf das heilige Feuer auf, damit es niemals ausging. Osterfeuer gab es bereits in heidnischer Zeit. Mit dem Feuer versuchte man die Sonne magisch „auf die Erde herab zu ziehen“. Mit dem Osterfeuer wurde also im Frühjahr die Sonne begrüßt.. Die Sonne siegt über den Winter, die Natur erwacht nach einer langen, kalten Zeit. Speisenweihe Als vielleicht ältester Brauch der Osterzeit gilt die Fleischweihe. Traditionell werden Schinken, Selchfleisch, Kren, Eier, Brot und Salz am Karsamstag oder in der Osternacht in Körben in die Kirche zur Weihe mitgenommen. (TOP) |